Nicaragua |

Sandinisten gewinnen Kommunalwahlen

Bei den Kommunalwahlen am Sonntag, 4. November, in Nicaragua hat die Partei der Sandinistischen Befreiungsfront einen haushohen Sieg errungen. Nach Angaben der Wahlbehörde (CSE) konnte die FSLN bereits nach der Auszählung von gut der Hälfte aller abgegebenen Stimmen 75 Prozent auf sich vereinen. Die oppositionelle Liberale Konstitutionalistische Partei landete mit ca. 16 Prozent auf einem weit abgeschlagenen zweiten Platz. Die liberale Partei erhielt gut acht Prozent der Wählerstimmen. Der Wahlleiter Roberto Rivas gab die Wahlbeteiligung am 4. November mit 40 Prozent an.

Durch diesen Sieg der FSLN stellt die Regierungspartei nun in 129 von 153 Gemeinden des mittelamerikanischen Landes den Bürgermeister. Auch die sandinistische Bürgereisterin Daisy Torres konnte in der Hauptstadt Managua einen erneuten Sieg erringen. Die FSLN hat somit das Ergebnis von den Wahlen im Jahr 2008 noch einmal verbessern können. Damals gewannen die Sandinisten in 108 Gemeinden. Vor vier Jahren kritisierten internationale Wahlbeobachter den Verlauf des Urnengangs scharf. Es sei zu massiven Wahlfälschungen gekommen. Auch bei den diesjährigen Wahlen bemängelte bisher vor allem die USA eine fehlende Transparenz und Unregelmäßigkeiten. (aj)