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Rückgang der Kinderarbeit

In Panama ist die Zahl von Kindern und Jugendlichen, die einer regelmäßigen Arbeit nachgehen, deutlich zurückgegangen. Einer Studie der nationalen Statistikbehörde zufolge sank die Anzahl der arbeitenden Minderjährigen in der Altersgruppe von 5 bis 17 Jahren von 89.767 im Jahr 2008 auf 60.702 im vergangenen Jahr. Als Grund für Kinderarbeit steht an erster Stelle die Notwendigkeit, das Familieneinkommen aufzubessern.

Der Anteil der Kinderarbeiter in der Altersgruppe der 5- bis 17-Jährigen ging im vergangenen Jahr auf 7,1 Prozent zurück, er hatte 2008 noch 10,8 Prozent betragen. Von den Jungen arbeiteten 10,3 Prozent, bei den Mädchen waren es 3,7 Prozent (die Werte für 2008 betrugen 15 Prozent und 6,2 Prozent). Die Altersgruppe, in der die meisten Kinder zu arbeiten anfingen, war jene der 10- bis 14-Jährigen, mit 32.389 Fällen.

Kinder legen vor allem in Landwirtschaft mit Hand an

Nach Sektoren gegliedert steht die Landwirtschaft mit 56,6 Prozent an erster Stelle, es folgen Handel und Reparaturbetriebe mit 15 Prozent. Wenig Gewicht hatten der Transport, Fischfang und das Baugewerbe. 77,3 Prozent der Minderjährigen arbeiteten rund 25 Stunden pro Woche, 9,2 Prozent zwischen 25 und 39 Stunden, und 13,5 Prozent sogar 40 Stunden und mehr. Besonders hoch ist die zeitliche Anforderung in der Land-, Vieh- und Forstwirtschaft sowie bei der Jagd. In 87,4 Prozent der Fälle wurde morgens gearbeitet, 1,4 Prozent der Minderjährigen waren nachts beschäftigt.

Konsequente Politik des Staates

Ein Vertreter der Internationalen Arbeitsorganisation ILO erklärte, die seit Jahren betriebene Politik des panamaischen Staates zur Verminderung der Kinderarbeit habe Früchte getragen. Auf Grundlage der Ergebnisse sollen die schlimmsten Formen der Kinderarbeit bekämpft und diese in Panama perspektivisch generell beseitigt werden. (bs)

Quelle: Adital