Kuba |

"€žReligionsfreiheit und gesunde Laizität"€?

Unter dem Motto „Zeugen der Hoffnung und Anstifter zum Frieden“ begann am 16. Juni in der Erzdiözese Havanna die 10. Katholische Soziale Woche. Ziel dieser Aktionswoche ist die Stärkung des Geistes der Aussöhnung, der Verständigung und der Einigkeit in den verschiedenen Sektoren der kubanischen Gesellschaft. Zu den bis Samstag, den 19. Juni andauernden Aktivitäten reiste auch der vatikanische Außenamtsleiter, Erzbischof Dominique Mamberti nach Kuba. Mit dem Besuch des Würdenträgers soll an die bereits 75 Jahre währende Beziehung zwischen dem Vatikanstaat und Kuba erinnert werden.

Der Außenamtsleiter traf sich auch mit lokalen Kirchenvertretern und Personen aus der Politik. So erklärte der Kardinal von Havanna, Jaime Ortega, gegenüber Radio Vatikan, die Zusammenkunft zwischen Erzbischof Dominique Mamberti und dem kubanischen Außenminister Bruno Rodriguez sei sehr vielversprechend verlaufen. „Das kann nur gut sein für die Kirche von Kuba“ so der kubanische Kardinal. Ortega habe auch angedeutet, dass die Kirche sich weiter für Freilassung oder Hafterleichterung der politischen Gefangenen auf Kuba einsetzen werde, berichtet Radio Vatikan. Am letzten Wochenende hatte die Kirche bei Verhandlungen mit der Regierung einen ersten Erfolg verzeichnen können.

In seiner Ansprache im Rahmen der Katholischen Sozialen Woche mahnte der Besuch aus dem Vatikan Religionsfreiheit an und führte aus, was aus Sicht des Vatikans eine „gesunde Laizität“ des Staates ist. Demnach seien Religion und Glauben andere Sphären des menschlichen Lebens als die Politik. Sie müssten jedoch „aufeinander zu geöffnet“ sein, so der Erzbischof. (bh)

Quellen: Adital, Radio Vatikan, aica