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Regierung will bis 2013 Armut halbieren

Paraguay will bis Ende der Amtsszeit von Präsident Fernando Lugo 2013 die Armut im Land um 50 Prozent verringern. Ziel sei, in den kommenden drei Jahren die Armutsrate von derzeit 40 auf 20 Prozent und die extreme Armut von 19 auf 10 Prozent zu senken, erläuterte Finanzminister Dionisio Borda am Montag (Ortszeit) in Asuncion. Dazu solle unter anderem das bereits bestehende Sozialprogramm Tekopora zur finanziellen Unterstützung armer Familien auf 200.000 Empfänger ausgeweitet werden. Derzeit erhalten 115.000 Familien diese Hilfe.

Weiter sieht der Aktionsplan der Regierung ein weitergehende Kreditvergabe für Arbeiter im Landwirtschaftssektor vor. Auf Steuerpflichtige soll mehr Druck ausgeübt werden, um die Armutsbekämpfung zu finanzieren. Auch will die Regierung enger mit der Privatwirtschaft zusammenarbeiten. Angestrebt ist den Angaben zufolge, ein jährliches Wirtschaftswachstum von mindestens fünf Prozent und eine Inflationsrate nicht über ein Prozent beizubehalten.

Nach einer Erhebung des Statistikamtes aus dem Jahr 2008 gelten in Paraguay mit seinen rund 6 Millionen Einwohnern rund 2,3 Millionen Menschen als arm. Davon lebe knapp die Hälte in extremer Armut. Am meisten betroffen sei die Landbevölkerung.

Quelle: kna