Peru |

Regierung ruft Notstand in Huánco aus

Die peruanische Regierung hat für die kommenden 60 Tage für mehrere Provinzen in der Region Huánco den Notstand verlängert. Die Verlängerung sei ab Freitag, 7. September, gültig und solle den Schutz der Bevölkerung vor Ort vor den verbleibenden Rebellen der Organisation „Leuchtender Pfad“ garantieren, hieß es in der Verkündung. Dementsprechend werden örtliche Polizei und Sicherheitskräfte von zentral entsendetem Militär unterstützt. Besondere Bedrohung gehe von der Gruppe aus, da sie Allianzen mit den in dem Gebiet ebenfalls aktiven Drogenhändlern geschlossen hat, hieß es in einer Mitteilung des Ministerrats.

Der Regierung Peru gelang es im Februar dieses Jahres den Kopf der Guerillaorganisation „Leuchtender Pfad“ Kamerad Artemio festzunehmen. Im Anschluss destabilisierte das Militär des südamerika-nischen Landes die Gruppe zunehmend, bis sie als kaum noch schlagkräftig galt. In den vergangenen Monaten haben die verbleibenden Mitglieder der Guerilla allerdings immer wieder mit einzelnen Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. So nahmen sie beispielweise im April rund 40 Arbeiter einer Gasfirma als Geiseln. Seitdem ist es das Ziel der Behörden vor Ort den “Leuchtenden Pfad“ endgültig zu besiegen.

Die maoistisch orientierte Organisation kämpft für einen revolutionären Umsturz in Peru und war in den letzten Jahren auch in den Drogenhandel verwickelt. Sie überzog Peru vor allem in den 1980er Jahren mit Gewalt. (aj)