Chile |

Regierung lässt durch Bergbau betroffene Gletscher untersuchen

Gemeinden beklagen Umweltverscgmutzung.

Die Chilenische Wasserdirektion des Ministeriums für öffentliche Arbeiten (dirección de Aguas del Ministerio de Obras Públicas) wird eine Serie von Untersuchungen an den in unmittelbarer Nähe des Bergbauprojektes Pascua Lama anliegenden Gletschern durchführen. Die Gemeinden der Region beklagen die Umweltverschmutzung durch die Methoden des Abbaus von Edelmetallen.

Das von dem kanadischen Unternehmen Barrick Gold durchgeführte Projekt plant, 16,9 Millionen Unzen Gold, 635 Millionen Unzen Silber und 250.000 Tonnen Kupfer abzubauen. Um den Abbau zu realisieren müssen drei Gletscher der III. Region Atacama durchbohrt werden. Der Abbau mit Zyanid soll unter freiem Himmel und auf argentinischer Seite stattfinden.

Die beidseitig der Anden-Kordillere einberufenen Nachbarschaftsvereinigungen sehen einen irreparablen Umweltschaden durch das Bergbau-Projekt Pascua Lama voraus. Flüsse würden verschmutzt und somit für Menschen ungenießbar zurückgelassen, fürchten sie.

Die durch das Projekt auf chilenischer Seite abzusehenden Einflüsse auf die Umwelt sind unter Anderem Quantitäts- und Qualitätsänderungen der Wasserreserven im Becken des Flusses el Toro. Unmittelbar davon betroffen wären jene Gemeinden, die sich durch den Fluss versorgen und ihr Land mit abfließendem Gletscherwasser bewässern.

Der Leiter der Wasserdirektion des Ministeriums für öffentliche Arbeiten, Rodrigo Weisner, erklärte, dass Proben sowohl oberirdisch als auch unter dem Gletscher Toro I entnommen werden. Andere ebenfalls von dem Bergbau-Projekt betroffene Gletscher wären Toro 2, Esperanza und Guanaco.

Quelle: púlsar, Poonal