Panama |

Recht auf Gewerkschaftsbildung wird verletzt

Der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) hat angeprangert, dass in Panama das Recht, sich in Gewerkschaften zu organisieren, verletzt werde. In einem Brief an das Arbeitsministerium wird auf den Fall von 33 Arbeitern hingewiesen, deren Wunsch nach Bildung einer Gewerkschaft die Kündigung nach sich zog. Das Arbeitsministerium hatte das Anliegen der Arbeiter am 10. Mai zurückgewiesen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Entlassungen bereits ausgesprochen worden.

40 statt 20 Arbeiter für Bildung einer Gewerkschaft

Panama zählt zu jenen 47 Ländern, die sich einer Liste der Internationalen Arbeitsorganisation zufolge nicht an Übereinkommen 87 halten, das die Vereinigungsfreiheit garantiert. Guillermo Puga vom Gewerkschaftsdachverband CONATO zufolge hat sich die Verletzung des Rechts auf Gewerkschaftsbildung unter der aktuellen Regierung von Präsident Ricardo Martinelli verschärft. Während internationale Gesetze für die Bildung einer Gewerkschaft ein Minimum von 20 Arbeitern festlegen, beträgt dieses in Panama 40 Arbeiter. Nach Angaben von CONATO hat die Regierung Martinelli in mindestens sieben Fällen die Gründung einer Gewerkschaft abgelehnt. (bs)

Quelle: Adital