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Raub in mexikanischer Münzprägeanstalt

Mitten am Tag dringen die Verbrecher in Mexiko-Stadt in eine Prägeanstalt ein, plündern den Tresor und entwenden hunderte Goldmünzen. Den Räubern wurde es relativ leicht gemacht: Der Tresorraum stand offen.

Polizisten nach dem Überfall vor der Zentrale der "Casa de Moneda", dem "Haus des Geldes" in Mexikos Hauptstadt. Foto: Reuters/L. Cortes

Nach Angaben der Polizei verschafften sich zwei Menschen Zutritt zum Hauptsitz der staatlichen Münzprägeanstalt in Mexiko-Stadt, überwältigten einen Wachmann und nahmen seine Waffe an sich. Einer der Räuber ging demnach in den offenen Tresor und füllte einen Rucksack mit 1567 Goldmünzen.

Ein Vielfaches wert

Die Münzen sind als "Centenarios" bekannt. Aufgeprägt ist ein Wert von 50 Pesos (rund 2,30 Euro). Gehandelt werden sie nach Auskunft der mexikanischen Bank Banorte jedoch für 31.500 Pesos (rund 1435 Euro) das Stück. Der Gesamtwert des Raubs entspricht demnach umgerechnet rund 2,25 Millionen Euro.

Die Münzen wurden erstmals 1921 geprägt, um des 100. Jahrestags der Unabhängigkeit von Spanien zu gedenken. Die eine Seite zeigt das mexikanische Wappen: einen Adler auf einem Kaktus sitzend mit einer Schlange im Schnabel. Auf der Vorderseite ist die Statue "Engel der Unabhängigkeit" zu sehen, die in Mexiko-Stadt steht. Mit einem Gewicht von 41,67 Gramm pro Stück dürfte die Beute mindestens 65 Kilogramm gewogen haben.

Nach Angaben des Stadt-Verantwortlichen für die öffentliche Sicherheit, Jesus Orta Martinez, entwendeten die Räuber auch Gedenk-Uhren und andere Wertgegenstände. Wie Behörden mitteilten, gibt es von dem Überfall Videomaterial von Überwachungskameras. Laut mexikanischen Medienberichten wurde in dieselbe Geschäftsstelle des Münzhauses bereits im vergangenen Jahr während Renovierungsarbeiten eingebrochen.

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