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Puno: Wiederaufnahme der Proteste gegen Bergbau

Die Indigenen der Region Puno wollen ihre Proteste gegen Bergbauprojekte wieder aufnehmen. Sie hatten aufgrund der Stichwahlen vom 5. Juni ihre Proteste zwischenzeitlich eingestellt. Pablo Salas Charca, Sekretär der Landesweiten Organisation der vom Bergbau Geschädigten CONACAMI, erklärte am 7. Juni, die Proteste würden so lange weitergehen, bis die Forderungen gehört und entsprechende Vereinbarungen getroffen worden seien.

Aymara und Quechua fordern Konsultationen zur Vergabe von Bergbaulizenzen auf ihren Territorien mit der noch amtierenden Regierung von Alan García, ehe diese am 27. Juni ihr Amt niederlegen wird. Die Indigenen beschuldigen zudem die Regierung García, die Konsultationen verschleppt zu haben, um die Problematik der kommenden Regierung unterzuschieben.

Bereits 1,6 Mio. Hektar für Konzessionen vergeben

Die Indigenen sehen sich als Hauptbetroffene von Erdölförderung, Bergbau und dem Wasserkraftwerksprojekt Inambari. Die Förderung von Bodenschätzen werde von den Indigenen nicht grundsätzlich abgelehnt, die Betroffenen müssten jedoch in die Pläne mit einbezogen und Regionen definiert werden, in denen Bergbau erlaubt ist und solche, in denen der Umweltschutz zum tragen kommt, so die Protestierenden.

Sie verwiesen dabei auf den notwendigen Schutz der Quellgebiete von Flüssen, die in den Titicacasee münden, den größten Süßwassersee der Erde.

Bis letztes Jahr waren in der Region, in der Uranvorkommen lagern, Konzessionen für mehr als 1,6 Mio. Hektar Land an Unternehmen vergeben worden. (bh)

Quelle: Adital mit Informationen von Conacami und Servindi