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Proteste gegen Besuch von Ex-Präsident Uribe

Die Nationale Vereinigung zur Verteidigung ökonomischer und sozialer Rechte in Panama (Frenadeso) hat für den 25. November zu einer Protestkundgebung anlässlich des Besuchs von Kolumbiens Ex-Präsident Álvaro Uribe aufgerufen.

Die Organisatoren haben zu den Protesten aufgerufen, da sie Uribe als „Repräsentanten des kolumbianischen Drogen-Paramilitarismus“ ansehen. Er wird beschuldigt, für den Tod von mehr als 800 Gewerkschaftern während seiner Präsidentschaft verantwortlich zu sein.

Uribe bei Unternehmerkonferenz

Die Protestkundgebung soll vor dem Sheraton-Hotel in der Hauptstadt Panama-Stadt abgehalten werden, in dem Uribe auf Einladung des Mittelamerikanischen Instituts für Unternehmensverwaltung INCAE an einer Konferenz teilnehmen wird. Auch Panamas Präsident Ricardo Martinelli wird der Tagung beiwohnen.

Frenadeso hat angekündigt, während der Kundgebung auch die Rücknahme des Asyls für die ehemalige Chefin der Verwaltung des kolumbianischen Geheimdienstes, María del Pilar Hurtado zu fordern. Mehrere soziale Organisationen Panamas hatten bereits die Entscheidung der Regierung kritisiert, der Geheimdienstlerin, die in einen Spionageskandal verwickelt sein soll, Asyl zu gewähren.

Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Der kolumbianische Anwalt Luis Guillermo Pérez hatte dem panamaischen Präsidenten eine 50-seitige Anklageschrift gegen Pilar Hurtado übergeben, in denen er sie wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anklagt.

Kolumbiens Ex-Präsident Uribe, gegen den in mehreren Staaten Lateinamerikas und Europas Klagen wegen schwerer Menschenrechtsverbrechen anhängig sind, war zuvor bereits auf Einladung des nationalen Unternehmerverbandes COHEP nach Honduras gereist. Zudem wurde Uribe in Honduras vom Parlament unter anderem für seine „Verdienste um die Demokratie in Lateinamerika“ ausgezeichnet. Soziale Organisationen hatten den Besuch Uribes auch in Honduras mit Protesten begleitet. (bh)

Quelle: Adital