Peru |

Proteste gegen Bergbauprojekt wieder aufgenommen

Die Proteste gegen das geplante Minenprojekt Conga in der nordperuanischen Stadt Cajamarca wurden am 2. Januar wieder aufgenommen. Rund 200 Menschen starteten um zehn Uhr morgens einen Demonstrationszug durch die Innenstadt Cajamarcas. Der Protest verlief ohne weitere Zwischenfälle und beeinträchtige weder den Transport noch das Geschäftsleben der Stadt. Dies gab ein Sprecher der örtlichen Polizei bekannt.

Die Wiederaufnahme der Demonstrationen gegen Conga war vergangene Woche vom Bürgermeister Gregorio Santos und dem Umweltaktivisten Wilfredo Saavedra angekündigt worden, nachdem die Verhandlungen mit der Zentralregierung aus Lima scheiterten. Die Regierungskommission hatte den Bergbaugegnern vorgeschlagen, eine internationale Umweltverträglichkeits-Studie zum umstrittenen Gold-Tagebauprojekt Conga der US-amerikanischen Bergbau-Firma Newmont durchzuführen. Santos schlug dieses Angebot aus und Saavedra forderte die endgültige Annullierung des Vorhabens.

Das mit 4,8 Milliarden US-Dollar Investitionen veranschlagte Goldschürf- Projekt soll in den kommenden 19 Jahren 15 Milliarden US-Dollar Gewinn einbringen. Die Gegner von Conga protestieren vor allem gegen die Beeinträchtigung der Umwelt in der Region. Zur Umsetzung des Minenprojekts müssten vier Seen verlegt werden, die essentiell für die Wasserversorgung Cajamarcas sind. Die Bewohner der Region befürchten weiterhin gesundheitliche Schäden. Die Betroffenen protestieren seit Mitte November vergangenen Jahres gegen das Vorhaben. (aj)