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Präsident Garc?­a: Analphabetismus ist überwunden

Der Ende Juli aus dem Amt scheidende Präsident Alain García hat Peru für »frei vom Analphabetismus« erklärt. Knapp einen Monat vor dem Ende seiner Amtszeit ließ der Staatschef am Sonntag die Erfolgsmeldung verbreiten, der Anteil der Peruaner, die weder Lesen und Schreiben könnten, habe sich von elf auf 2,8 Prozent verringert. Im Rahmen eines Festaktes im Regierungspalast von Lima nannte García die Ergebnisse des »Nationalen Mobilisierungsprogramms zur Alphabetisierung« (Pronama) »bedeutend und historisch«.

Seit Beginn von Pronama im Jahr 2006 sei es sein »Traum« gewesen die Analphabetenrate auf unter vier Prozent zu senken, um Peru gemäß internationalen Standards als »frei vom Analphabetismus« anerkennen zu lassen. Mehr als 1,5 Millionen Peruaner hätten in den letzten fünf Jahren Lesen und Schreiben gelernt, so der Staatschef.

Bildungsexperten bezeichneten die gute Nachricht hingegen als »nicht realistisch«. Gegenüber der Nachrichtenagentur EFE wies Madeleine Zúñiga von der Nichtregierungsorganisation »Peruanische Kampagne für das Recht auf Bildung« auf die vereinfachte Alphabetisierungsdefinition des Regierungsprogramms hin. »Kann eine Person ihren Namen sowie einige persönliche Daten schreiben, so gilt sie als alphabetisiert«, sagte Zúñiga und kritisierte die »fehlende und ernsthafte Evaluierung« durch internationale Organisationen. Das Regierungsprogramm setzte nicht an der »Wurzel des Problems an, es gibt keine Schulen und keine Lehrer«, so Zúñiga. (bb)

Link zur Alphabetisierungskampagne Pronama :

http://alfa.minedu.gob.pe/