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Präsident Correa besucht Bischof Gonzalo Lüpez

Der ecuadorianische Staatspräsident Rafael Correa Delgado hat Anfang der Woche den früheren Bischof von Sucumbíos, Gonzalo López Marañón (77), vor der Betlehem-Kirche in Quito besucht. Mons. López fastet und betet dort seit einer Woche für Frieden und Versöhnung in der Diözese Sucumbios.

Wegen des altersbedingten Rücktritts von Bischof López hatte Papst Benedikt XVI. im Oktober 2010 P. Rafael Ibarguren Schindler EP als Administrator des Bischöflichen Vikariats ernannt. Mons. López war aufgefordert worden, die Diözese zu verlassen. Aufgrund der Neuausrichtung der Pastoral in dem Vikariat durch die Gemeinschaft der "Herolde des Evangeliums" war es zu Konflikten gekommen.

Am 25. Mai mussten auf Anordnung der Ecuadorianischen Bischofskonferenz als Kompromisslösung sowohl die Karmeliten als auch die Herolde des Evangeliums Sucumbíos verlassen. Anstelle von Ibarguren ist derzeit - zumindest vorübergehend - Bischof Angel Polibio Sanchez Loayza (64) in Sucumbios als von Rom beauftragter Delegat tätig. Er ist auch Generalsekretär der Bischofskonferenz.

Präsident Correa hatte sich bereits im März bei einer Auszeichnung für Mons. Gonzalo López zum Konflikt in Sucumbios geäußert. Dabei würdigte er die Arbeit der Karmeliten für die Menschen vor Ort, die Herolde hatte er als „fundamentalistische Sekte“ bezeichnet. Für den Fall eines Bischofs-Kandidaten aus den Reihen der Herolde hatte er sogar mit seinem Vetorecht bei der Bischofsernennung gedroht.

Mons. López ließ verlauten, der Besuch von Präsident Correa sei für ihn als „demütigen Diener der Kirche sehr bedeutend und eine große Unterstützung auf dem Weg der Versöhnung“. Correa wünschte Mons. López Gesundheit und nannte ihn einen „Propheten und wahrhaften Vertreter der Kirche“, er sei stolz und glücklich, neben einem Mann zu stehen, der die Armen als guter Hirt verteidige.

Quelle: Pax Christi Burgenland