Argentinien |

Porträts aus einer anderen Welt

Sie leben in einer Welt aus verzweigten Wasserstraßen und tropischem Regenwald.
Die ca. 6000 Inselbewohner des Paraná- Deltas in der Nähe von Buenos Aires wurden erst vor 10 Jahren an das Stromnetz angeschlossen und sind bis heute abgeschieden vom modernen Argentinien. Der ehemalige Pressefotograf Alejandro Chaskielberg hat sich Zugang zu dieser Welt verschafft. Zwei Jahre lang lebte er mit den Nachkommen der Guarani Indianer und hat ihr Leben auf eindrucksvollen Bildern festgehalten.

Am Mittwoch Abend(27.04.2011) wurde der Argentinier für diese Arbeit mit dem renommierten Sony World Photography Award ausgezeichnet. Die Poträts der Menschen und des Lebens der Inselbewohner hat Chaskielberg ausschließlich nachts und am Wasser aufgenommen. Als Bleuchtung diente ihm lediglich der Vollmond. So gelang es ihm, eine einzigartige Atmosphäre zu schaffen. Er habe an der Grenze zur Realität arbeiten wollen, erklärte der in Buenos Aires lebende Fotograf.

Chaskielberg hat sich mit seinen Bildern in der Kategorie „L’Iris d’Or“ gegen 105.000 eingesandte Arbeiten aus 162 Ländern durchgestezt. Der Jury sei es in diesem Jahr nicht schwer gefallen, sich auf seine Fotoreihe mit dem Titel „High Tide“ zu einigen, erläuterte der Juryvorsitzende Francis Hodgson. Der Preis ist mit 25.000 US-Dollar dotiert.(aj)