Kuba |

Politischer Häftling im Hungerstreik gestorben

Der politische Gefangene Orlando Zapata Tamayo ist gestern nach mehr als 80 Tagen Hungerstreik gestorben. Der 42-Jährige war Mitglied der Oppositionsgruppe „Alternativa Republicana“ und war im März 2003 mit 75 weiteren Regimekritikern festgenommen worden. Tamayo wurde zu 18 Jahren Haft in einem Gefängnis in Camagüey verurteilt. Am 3. Dezember vergangen Jahres trat er aus Protest gegen seine Haftbedingungen in den Hungerstreik. Gestern Morgen meldete das Krankenhaus Almejeira in Havanna seinen Tod. Dort war er auf Grund seines schlechten Gesundheitszustandes letzte Woche eingeliefert worden.

Die Kubanische Kommission für Menschenrechte und Versöhnung (CCDHR) bestätigte seinen Tod und bezeichnete ihn als unfassbare Tragödie. Sie verurteilte das Verhalten der Regierung scharf. Nach Angaben der Organisation ist dem Häftling viel zu spät medizinische Hilfe zuteil geworden. Der kubanische Staat bestreitet die Existenz von politischen Gefangenen. Menschenrechtsorganisation vermuten das von den Häftlingen im Land ungefähr 200 politische Gefangene sind.

Quelle: infolatam/ Text: aj