El Salvador |

Organisationen fordern Aufklärung im Mordfall Durün

Eine lückenlose Aufklärung des Mordes an Juan Francisco Durán Ayala Mitte Juni forderte Anfang der Woche der Verband der Universitätsangestellten der Universität El Salvador (APTUES) in einer Presseerklärung. Am 24. Juni hatte bereits die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte (CIDH) den Mord an dem Umweltaktivisten Ayala verurteilt und vom Staat rechtliche Schritte zur Aufklärung des Mordes sowie die Bestrafung der Täter gefordert. Auch andere soziale Organisationen wie Front Line und die Stiftung FESPAD hatten eine gründliche Untersuchung der Straftat angemahnt.

Der 30-jährige Student war am 14. Juni in Colonia Lamatepec, im Bezirk Soyopango tot aufgefunden worden. Seine Leiche wies zwei Kopfschüsse auf. Ayala hatte Sprachwissenschaften studiert und sich als Freiwilliger im Umweltkomitee der Region Cabañas (CAC) engagiert. Er galt seit dem 3. Juni vermisst und am Tag zuvor Flyer gegen die Ausbeutung von Bodenschätzen im Department Cabañas verteilt.

APTUES vermutet in seiner Stellungnahme einen Zusammenhang zwischen dem Mord und dem Engagement des Studenten für die Umwelt. Bereits im Jahr 2009 waren in der Region zwei Umweltaktivisten umgebracht worden. Ramiro Gómez und Dora Sorto hatten sich ebenfalls gegen Bergbauprojekte im Department Cabañas engagiert. Dort bemüht sich der kanadische Konzern Pacific Rim darum, eine Mine in El Dorado wieder in Betrieb zu nehmen. Ihr Betrieb war 2008 auf Druck der lokalen Bevölkerung eingestellt worden, woraufhin das Bergbauunternehmen El Salvador verklagte, weil es angeblich mit der Schließung der Mine gegen das Freihandelsabkommen CAFTA verstoße. (bh)

Quelle: Adital