Kuba |

Oppositionelle hoffen auf Vermittlungsrolle der Kirche


Die kubanische Opposition hofft auf Unterstützung der katholischen Bischöfe bei Reformen in dem kommunistischen Inselstaat. Der politische Analyst und ehemalige Regierungsberater Ernesto Borges Perez sagte in einem Interview mit dem Radiosender Radio Marti, die jüngste erfolgreiche Vermittlung von Kardinal Jaime Lucas Ortega y Alamino sei ein guter Ausgangspunkt; die Kirche könne künftig eine wichtige Moderatorenrolle im Dialog übernehmen.
Borges Perez sitzt eine 30-jährige Haftstrafe ab, zu der er wegen angeblicher Spionagetätigkeit verurteilt wurde. Vor wenigen Tagen hat Kubas Regierung nach einer Intervention von Kardinal Ortega den Angehörigen inhaftierter Oppositioneller wieder erlaubt, für die Freilassung politischer Gefangener zu demonstrieren. Konkret ging es um die sogenannten "damas blancas" ("Frauen in Weiß"). Sie versammelten sich sieben Jahre lang jeden Sonntag zu einer Kundgebung, bis die Zusammenkünfte am 11. April verboten wurden.


Quelle: kna