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Nike: Produktionsstopp nach Protesten Indigener

Indigene, Kuna

Eine Kuna-Indigene, aufgenommen im Rahmen der Adveniat-Aktion 2018: "Chancen geben – Jugend will Verantwortung". (Symbolfoto: Adveniat/Matthias Hoch)

Die US-amerikanische Sportmarke Nike musste die Produktion ihres neuesten Turnschuhs stoppen. Das berichten internationale Medien am 23. Mai 2019. Demnach sollte die neueste Version des Nike Air Force 1 ein Tribut an Puerto Rico werden. Indigene Ethnien Panamas protestierten allerdings, da das Unternehmen ihre Symbolik und Farbmuster verwendete. Der Anwalt Aresio Valiente der Kuna-Ethnie fordert nun außerdem Schadensersatz für die Betroffenen.

Bei dem verwendeten Muster handelt es sich um eine so genannte Mola der Kuna-Indigenen. Diese gaben gegenüber der Presse an, dass sie eine Kommerzialisierung ihrer traditionellen Muster massiv ablehnen, besonders da der Modehersteller die Produktion ohne vorherige Konsultation in Auftrag gegeben hatte. Abgesehen von dem Produktionsstopp des Schuhs, der schon im Juni dieses Jahres auf den Markt kommen sollte, entschuldigte sich die Firma offiziell. „Wir entschuldigen uns für die ungenaue Darstellung des Musters für den Nike Air Force 1 Puerto Rico 2019. Der Schuh wird folglich nicht länger erhältlich sein“, hieß es in dem offiziellen Statement von Nike.

Der Kampf geht weiter

Die Aktivisten der Kuna wollen sich jedoch nicht mit der offiziellen Entschuldigung zufriedengeben. „Unser Image hat durch die Verwendung unserer Mola bereits erheblichen Schaden genommen. Wir werden eine Entschädigung dafür fordern“, sagte Valiente gegenüber der BBC. Der Protest gegen die Verwendung der Symbole der Ethnie, die hauptsächlich an der panamaischen Karibikküste lebt, hatte zuerst in den sozialen Medien begonnen. Der Stopp der Produktion wird von den Aktivisten als ein erster großer Erfolg gewertet.

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