Kolumbien |

Motorradfahrer gehen für Geiseln auf Tour

Mit einer Friedensfahrt über 7.000 Kilometer wollen Motorradfahrer in Kolumbien auf das Schicksal politischer Geiseln aufmerksam machen. An der heute beginnenden dreiwöchigen Tour nehmen über 100 Biker teil, wie der Organisator Daniel Rueda in Bogota mitteilte. Die Aktion erinnert an 200 Geiseln, die sich teilweise seit zehn Jahren in der Hand der linken Guerillaorganisation FARC und rechter Paramilitärs befinden.

Nach Angaben von Rueda nehmen auch zahlreiche Familienangehörige der Opfer an der Fahrt teil. "Sie wollen damit ein Zeichen setzen, dass sie ihre Angehörigen nicht vergessen", sagte Rueda. Initiator der Tour ist Herbin Hoyos. Der Radiojournalist leitet in Kolumbien das "Geiselradio". Das jeweils nachts ausgestrahlte Programm "Voces del Secuestro" übermittelt Grußbotschaften von Familienmitgliedern an die in den Dschungel verschleppten Geiseln.

Quelle: KNA