Kolumbien |

Mindestens 20 FARC-Rebellen bei Militäroffensive getötet

Bei einem Militärangriff auf die Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia (FARC) in der Nacht vom 1. auf den 2. Dezember sind mindestens 20 Rebellen ums Leben gekommen. Dies gab ein ranghoher Armeevertreter am Abend des 2. Dezember in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá bekannt. Das Ziel der Offensive seien drei Camps einer FARC-Einheit im Südwesten des Landes nahe der ecuadorianischen Grenze gewesen. Die genaue Zahl der getöteten Rebellen sei auch bis heute noch nicht bekannt. Die Armee geht aber von mindestens 20 Toten aus.

Der Angriff des Militärs fällt mitten in die am 19. November begonnene zweite Runde der Friedensgespräche zwischen der Guerilla und der kolumbianischen Regierung. Zu Beginn der Verhandlungen in der kubanischen Hauptstadt Havanna hatte der FARC-Führer Ivan Marquez einen Waffenstillstand von Seiten der Rebellen bekannt gegeben. Die Organisation wolle bis zum 20. Januar jegliche Kampfhandlungen einstellen. Marquez bezeichnete dies als notwendig, um die entsprechende Atmosphäre für Friedensgespräche zu schaffen.

Der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Carlos Pinzon hatte daraufhin noch einmal die Linie der Regierung bestätigt. Bereits vor dem Beginn der Friedensgespräche im Oktober in Oslo hatte Präsident Juan Manuel Santos deutlich gemacht, dass das Militär seine Angriffe erst dann einstelle, wenn es ein Friedensabkommen gibt. (aj)