Kolumbien |

Millionenbesitz von ermordetem Paramilitär beschlagnahmt

In Kolumbien haben die Behörden mehr als vier Jahre nach dessen Tod zahlreiche Immobilien eines ehemaligen Chefs einer illegalen paramilitärischen Verbandes beschlagnahmt. Wie das Nachrichtenmagazin "semana" berichtet stammen die insgesamt 833 Güter, darunter anderem Landhäuser, Wohnungen, Fahrzeuge und Ladenlokale aus dem Besitz von Jairo Andrés Angarita Santos alias "Andrés". Der Gesamtwert der Güter aus den Provinzen Cundinamarca, Córdoba und Antioquia wird auf umgerechnet etwa 60 Millionen Euro geschätzt. Um die Güter verwalten zu können, waren laut Medienbericht insgesamt sechs Strohmänner notwendig.

Die beschlagnahmten Werte sollen nun gemäß eines Gesetzes zu Reparationszahlungen an die Opfer der paramilitärischen Gewalt verwendet werden. Jairo Andrés Angarita Santos alias "Andrés" war nach Erkenntnissen der kolumbianischen Behörden Chef des paramilitärischen Verbandes Sinú y San Jorge, den mehr als 5000 Morde zur Last gelegt wurden. Jairo Andrés Angarita Santos wurde im Dezember 2006 in einem Restaurant in Medellin ermordet. (TK)