Argentinien |

Menschenrechtler kritisieren Verhältnisse in Haftanstalten

Die lokale Menschenrechtsorganisation "Comisión de Derechos Humanos de Corrientes" (CPDH) aus der Provinz Corrientes im Nordosten Argentiniens hat staatliche und kirchliche Stellen in der Debatte um die Zustände in den Gefängnissen um Unterstützung gebeten.

In einer CPDH-Stellungnahme heißt es, in zahlreichen Haftanstalten komme es immer wieder zu Gewaltausbrüchen. Zudem sei die Menschenwürde in den Gefängnissen aufgrund teilweiser chaotischer Zustände nicht mehr gewährleistet. Die Kritik richtet sich auch gegen Fälle von Polizeigewalt gegen Häftlinge. Der Zustand der verdreckten Haftanstalten verstoße gegen die aktuelle Verfassung. In Artikel 18 heißt es: Die Gefängnisse müssten sauber und in ordnungsgemäßen Zustand sein, um eine soziale Arbeit zu ermöglichen.

Eine Verbesserung der Verhältnisse sei nur möglich, wenn zuständige staatliche und gesellschaftliche Kräfte wie die katholische Kirche ihren Einfluss geltend machten. Der Erzbischof von Corrientes, Andrés Stanovni, habe mit seiner scharfen Kritik an den Verhältnissen in den Gefängnissen bereits einen wichtigen Schritt in diese Richtung getan, so ein CPDH-Vertreter. (tk)