Peru |

Menschenhandel gefährdet Jugendliche

Nach Angaben des peruanischen Innenministeriums sind Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren besonders gefährdet, Opfer von Menschenhandel zu werden. Von den seit 2004 bis heute registrierten 886 Fällen entfielen 50,2 Prozent auf diese Altersgruppe. Betroffen sind fast ausschließlich Frauen, ihr Anteil beträgt 90 Prozent.

Sexuelle Ausbeutung Minderjähriger

Statistisch folgt die Altersgruppe von 18 bis 30 Jahren, hier waren von 346 Opfern 337 Frauen. Bei Kindern unter 13 Jahren wurden 60 Fälle bekannt, in der Gruppe über 46 Jahren sechs Fälle. Das Innenministerium nennt als wichtigstes Motiv der Verbrechen die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger.

Aktionstag am 5. April

Der peruanische Staat hat zur Vorbeugung, Verfolgung und Betreuung der Opfer von Menschenhandel eine umfassende Arbeitsgruppe gebildet, der elf staatliche Institutionen, vier internationale Organisationen sowie drei Nichtregierungsorganisationen angehören. Sie soll die „Sklaverei des 21. Jahrhunderts“ bekämpfen. Am 5. April wird ein großer Aktionstag stattfinden, um die öffentlichkeit auf ein bislang verdrängtes Thema aufmerksam zu machen. (bs)

Quelle: Adital