El Salvador |

Mehr als hundert Tote bei Patronatsfeierlichkeiten

Die Polizei in El Salvador hat eine blutige Bilanz der nationalen Patronatsfeierlichkeiten in der ersten Augustwoche gezogen. Nach Angaben der Policía Nacional Civil (PNC) starben beim einwöchigen „San-Salvador-Fest“ 109 Personen während der insgesamt sechs Festtage.
Fast 400 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Insgesamt wurden 78 Menschen ermordet, 31 Personen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

Zwar sei die Zahl der Morde im Vergleich zum Vorjahr damit etwas zurückgegangen, dafür ist die Zahl an Opfern von Überfällen und Gewalttaten um 10 Prozent gestiegen. Als Ursache für die hohe Zahl an Verkehrstoten nannte der Generaldirektor des Zivilschutzes Jorge Meléndez vor allem die Übermüdung der Busfahrer. Während der Feierlichkeiten ist die Kriminalitätsrate besonders hoch. Vor allem Straßenräuber nutzen die Gelegenheit, um Ortsfremde zu überfallen.

Das landesweite Patronatsfest in El Salvador ist ein Touristenmagnet für Besucher aus dem In- und Ausland. Während der Feier besuchten fast 50.000 Ausländer das Land. Das sogenannte „San-Salvador-Fest“ findet mit dem El-Salvador-Tag am Schlusstag seinen Höhepunkt. Salvador del Mundo bedeutet „Christus der Weltenretter“. An einem 6. August wurde bei der Eroberung das letzte Indiosheer besiegt. (tk)