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Meeresforscher warnen vor schwerem Erd- und Seebeben

Spanische Meeresforscher befürchten, dass die Dominikanische Republik Opfer eines gigantischen Erd- und Seebebens werden könnte. Die Experten haben vor der Südküste eine Verformung des Meeresgrundes ausgemacht, die eine Naturkatastrophe begünstige. Bereits im vergangenen Jahr waren die Schlussfolgerungen einem Symposium vorgelegt worden, kurz bevor die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince von einem verheerenden Erdbeben zerstört wurde. Haiti bildet als Nachbarstaat der Dominikanischen Republik den westlichen Teil der in der Karibik gelegenen Insel Hispaniola.

Die Folge der Verformungen ist ein geologisches Phänomen namens „Megasplay de los Muertos“. Dieses hat in der Vergangenheit bereits zu unterseeischen Erdrutschen geführt, die Mitte des 18. Jahrhunderts ein Beben der Stärke 8 auf der Richterskala auslösten. Im Jahr 1984 wurde ein Wert von 6,7 gemessen. Der Riss im Meeresgrund erstreckt sich über eine Länge von 260 Kilometern vor der Küste der Dominikanischen Republik. Er verbindet sich mit einem weiteren Riss auf Höhe der östlich gelegenen dominikanischen Provinz San Pedro de Macorís.

Das Erdbeben in Haiti am 12. Januar 2010 kam insofern überraschend, als Experten aufgrund von Untersuchungen mit einem Erdbeben im Osten der Insel Hispaniola gerechnet hatten. Hierfür spricht die geologische Beschaffenheit vor allem des nördlichen Teils der Dominikanischen Republik.

Autor: Moises Saab (prensa latina) in: Poonal