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Matsés-Indigene protestieren gegen Erdölkonzessionen

Auf einer Versammlung Mitte Dezember im Amazonas-Departement Loreto haben Matsés-Indigene die Aktivitäten des Erdölunternehmens Pacific Stratus auf den Grundstücken Lote 135 und 137 scharf verurteilt. Die beiden Grundstücke befinden sich auf Matses-Territorium. Die Indigenen fordern von der Regierung unter Präsident Humala, diese Territorien zu respektieren, berichtet die Nachrichtenagentur Servindi.

In einer gemeinsamen Erklärung kritisieren die Matsés-Gemeinden, dass sie nicht konsultiert worden seien und die Regierung das Eindringen der Erdölfirma auf das insgesamt 452.000 Hektar große Matsés-Territorium im Distrikt Yaquerana (Departement Loreto) erlaubt hat, obwohl das Land bereits seit 1993 tituliert ist.

Eindringen von Erdölfirmen

Die Matsés erklärten zudem, dass sie das Eindringen von Erdölfirmen auf ihren Gebieten nicht dulden werden und mahnten Präsident Humala an, die Übereinkunft zu indigenen Rechten laut ILO-Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zu respektieren. Die Teilnehmenden kritisieren in dem Schreiben überdies das Vorgehen einiger Organisationen, die „hinter dem Rücken der Bevölkerung verhandeln“.

Bereits im Jahr 2008 hatten die Matsés darauf hingewiesen, dass die Grundstücke 135 und 137 sich auf dem Schutzgebiet Tapiche Blanco Yaquerama befinden, während das Grundstück 138 auf dem Land der Gemeinde Isconahua liegt. Alle Konzessionen für diese Gebiete erhielt die Firma Pacific Stratus. Die Firma mit Sitz im kanadischen Toronto wurde in den 1980er Jahren gegründet und ist seit einigen Jahren Tochterfirma der Pacific Rubiales Energy Corp. (bh)