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LiBeraturpreis 2012 an Sabina Berman

Die Mexikanerin Sabina Berman erhält den diesjährigen LiBeraturpreis für ihren Roman „Die Frau, die ins Innerste der Welt tauchte“. Dies gab die Jury des Preis-Initiative, die aus der Arbeit des ökumenischen Zentrums Christuskirche entstanden ist, in Frankfurt am Main bekannt.

Die 1955 geborene Autorin erzählt in ihrem Buch – ihr erstes Werk, das in deutscher Übersetzung vorliegt – die Geschichte einer jungen Frau, die an einer leichten Form von Autismus leidet. Anhand der skurrilen Bemühungen der Hauptfigur, ihr Erbe in Form einer Fischkonservenfabrik zu verwalten, verhandelt die Autorin verschiedene Themen, die sich um den Wert der Kreatur drehen. Die Jury des LiBeraturpreises lobt unter anderem die ungewöhnliche Perspektive des Romans sowie die „präzise Beschreibung der allgemein geltenden Verwertungs- und Nutzungslogik der Gesellschaft“.

Zu den Trägerinnen des undotierten LiBeraturpreises, der seit 1988 an Schriftstellerinnen aus Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika verliehen wird, zählten zuletzt unter anderem die Argentinierin Claudia Piñeiro (2010), die Chilenin Elizabeth Subercaseaux (2009) und Andrea Blanqué aus Uruguay (2006). Autorinnen aus sieben weiteren Ländern Lateinamerikas und des Karibikraums stehen auf der Liste der bisherigen Preisträgerinnen.

Der Preis wird kurz vor Beginn der Buchmesse in Frankfurt am Main überreicht (Sonntag, 7. Oktober 2012, 16 Uhr, Christuskirche). Sabina Berman liest am Dienstag, 9. Oktober 2012, um 19.30 Uhr im Literaturhaus Frankfurt. (tv)

Roman über den Wert der Kreatur

Sabina Bermans Roman „Die Frau, die ins Innerste der Welt tauchte“ erzählt aus der Perspektive einer Autistin vom Fischfang, vom Verständnis für Tierschutz und beäugt die Kreatur des Menschen. >> Mehr dazu