Honduras |

Land mit der höchsten Mordrate weltweit

Honduras ist weltweit betrachtet das Land mit der höchsten Mordrate. Dies geht aus einem jüngst veröffentlichten Bericht der Vereinten Nationen (UN) hervor. Die Mordrate in dem zentralamerikanischen Land hat sich in den letzten Jahren nahezu verdoppelt. Sie stieg von 51 Morden pro 100.000 Einwohner im Jahr 2001 auf 92 pro 100.000 Einwohner im Jahr 2011 an. Damit sterben in Honduras erstmals mehr Menschen durch eine Gewalttat als in El Salvador. Das Nachbarland war in den vergangenen Jahren der traurige Spitzenreiter dieser Statistik. Mit 69 Morden pro 100.000 Einwohner folgt El Salvador aber nach wie vor direkt auf Honduras. Platz drei belegt die Elfenbeinküste in Westafrika.

Honduras als neuer Drogenumschlagplatz

Die Studie der UN führt diesen massiven Anstieg hauptsächlich auf die Intensivierung des internationalen Drogenhandels zurück. „Der Krieg gegen Drogen in Mexiko hat dazu geführt, dass Honduras sich immer mehr als Umschlagplatz für den Kokainschmuggel in die Vereinigten Staaten etabliert hat“, heißt es in dem Bericht mit dem Titel "Bedrohung durch das organisierte Verbrechen und den Drogenhandel in Zentralamerika und der Karibik - eine Bestandsaufnahme".

Verstärkt wurde dieser Trend laut der UN durch den Militärputsch gegen den damaligen Präsidenten Manuel Zelaya in Honduras im Jahr 2009. „ Die Rechtsstaatlichkeit hat in der Zeit nach dem Putsch bedeutend nachgelassen und vorhandene Ressourcen wurden dafür aufgewendet, die Unruhen im Land unter Kontrolle zu bringen“, so die Autoren des Berichts. Aus diesem Grund seien größere Schlupflöcher für das organisierte Verbrechen entstanden. (aj)