Kuba |

Kubanischer Film gewinnt Film-Festival Mannheim-Heidelberg

Der Film "Melaza" des jungen kubanischen Filmemachers Carlos Lechuga hat den mit 5.000 Euro dotierten Hauptpreis des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg gewonnen. Das gab die Internationale Jury unter Leitung des Oscar-gekrönten ungarischen Regisseurs Istvan Szabo bei der Abschluss-Gala des Festivals am Sonntagabend, 10. November, in Mannheim bekannt.

Das Werk thematisiert die gesellschaftliche Lage auf Kuba in offener Weise kritisch. Die kubanisch-französisch-panamaische Arbeit zeigt am Beispiel einer jungen Familie den schwierigen Alltag in einem Dorf, dessen Lebensmittelpunkt, eine Zuckerrohrfabrik, längst geschlossen ist. Lechuga hatte bei der Vorstellung des 80-minütigen ersten Spielfilms als Regisseur auch von Schwierigkeiten mit zuständigen Behörden angesichts des Films berichtet.

Beim 62. "Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg", das in diesem Jahr unter dem Motto "Jeder eine Geschichte" stand, stehen traditionell Beiträge von Newcomern im Mittelpunkt. Seit dem 31. Oktober wurden 17 Wettbewerbsbeiträge sowie Dutzende andere Streifen aus zahlreichen Ländern vorgestellt. Zu dem Festival kamen in diesem Jahr laut Veranstalter knapp 60.000 Besucher. Mannheim-Heidelberg wird zu den 100 wichtigsten Filmfestivals weltweit gerechnet. Es gab eine Weltpremiere, zwei Europapremieren, fünf internationale Premieren und neun Deutschlandpremieren.

Quelle: KNA