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Kuba empört über Video-Spiel aus den USA

Das äußerst brutale Videospiel "Call of Duty: Black Ops" aus den USA hat in Kuba für Verärgerung gesorgt. In dem Videospiel wird unter anderem ein Doppelgänger des ehemaligen kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro ermordet. Das Attentat wird in allen Einzelheiten - sogar in Zeitlupe - gezeigt.

Das Videospiel, das zu den sogenannten umstrittenen Ego-Shootern gehört, beschert dem Hersteller Activisions offenbar riesige Einnahmen. Fachportale berichten von Rekordverkaufszahlen. Der vermeintliche Castro wird in dem Spiel als junger Revolutionär dargestellt, der sich bei einer Schießerei hinter einer Geisel versteckt. Der Video-Spieler erhält Sonderpunkte, wenn er „Castro“ mit einem gezielten Kopfschuss tötet.

Die staatlich kontrollierte kubanische Nachrichtenseite Cubadebate verurteilte das Spiel als "Unterhaltung für Psychopathen". "Was die Vereinigten Staaten in mehr als 50 Jahren nicht geschafft haben, versuchen sie nun, virtuell zu tun." Das Spiel könne "Kinder in Soziopathen zu verwandeln" heißt es in kubanischen Staatsmedien. (TK)