Ecuador |

Kritik an Konfrontationskurs gegen kritische Medien

In einem offenen Brief an den ecuadorianischen Staatspräsidenten Rafael Correa hat Reporter ohne Grenzen (ROG) seine Besorgnis über die zunehmenden Repressionen gegen Medien in dem südamerikanischen Land ausgedrückt. Die feindliche Haltung des Präsidenten und dessen konfrontativen Kurs insbesondere gegenüber privaten Zeitungen und Rundfunksendern stelle eine wachsende Gefahr für die Medienvielfalt und eine Ursache für die Ausbreitung von Selbstzensur, so ROG in einer Pressemitteilung.

„Sie können nicht weiter darauf hoffen, eine pluralistische Gesellschaftsordnung in ihrem Land zu errichten und für einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Medientypen werben, während Sie weiter in einer solch extremen und kompromisslosen Weise auf geringste Kritik der Presse reagieren“, schreibt ROG-Generalsekretär Jean-François Julliard in dem am 6. September 2011 veröffentlichten Brief.

ROG beklagt unter anderem die juristische Verfolgung von regierungskritischen und oppositionellen Journalisten und Medien. Die Handhabe dazu erhalte die Regierung durch ein repressives Pressegesetz. ROG appelliert an den ecuadorianischen Präsidenten, sich für Meinungsvielfalt und -freiheit zu entscheiden. Correa stehe vor der Wahl, die von ihm angekündigte „Bürgerrevolution“ umzusetzen oder einen „Krieg gegen die Medien“ zu führen, so Julliard weiter.

Weitere Informationen auf der Internetseite von Reporter ohne Grenzen.