Kolumbien |

Krebsoperation bei Präsident Santos erfolgreich

Die operative Beseitigung eines Tumors an der Prostata bei Staatspräsident Juan Manuel Santos Anfang der Woche sei erfolgreich gewesen. Der Operation sei komplikationslos verlaufen und der Präsident auf dem Weg der Genesung, teilte der behandelnde Urologe Felipe Gómez gestern der Presse mit. Santos werde noch zwei bis drei Tage im Krankenhaus Universitario Fundación Santa Fe in Bogotá bleiben, laut Presseberichten habe er aber seine Regierungsgeschäfte wieder aufgenommen, berichtet die Nachrichtenagentur Púlsar.

Santos hatte die öffentlichkeit am Montag der vergangenen Woche darüber informiert, dass er an Prostatakrebs erkrankt ist. Laut der Tageszeitung „La Nación“ hätten die Ärzte dem 61-jährigen Präsidenten versichert, dass die Chancen auf vollständige Heilung bei 97 Prozent lägen. Nach Aussage des Urologen Goméz habe die Operation die „vermuteten Befunde bestätigt“. Nach der Entfernung des Tumors sei keine weitere Behandlung durch Chemotherapie oder Strahlentherapie erforderlich.

Santos ist bereits der fünfte amtierende bzw. ehemalige Regierungschef in Lateinamerika, bei dem in den letzten Jahren eine Krebserkrankung öffentlich bekannt geworden ist. Auch der venezolanische Präsident Hugo Chávez, die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff, der brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva und der paraguayische Ex-Präsident Fernando Lugo mussten sich Krebsbehandlungen unterziehen. (bh)