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Kolumbianer erhält Nürnberger Menschenrechtspreis

Am kommenden Sonntag erhält der kolumbianische Journalist Hollman Morris den Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreis 2011. Morris berichtet seit 15 Jahren für verschiedene Nachrichtenmagazine und für die überregionale Zeitung "El Espectador" über Menschenrechtsverstöße in seinem Heimatland Kolumbien. Dort gibt es seit Jahrzehnten bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften, Guerillagruppen und paramilitärischen Gruppen.

Der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis wird zum neunten Mal verliehen. Die Stadt hatte den Preis 1995 - 60 Jahre nach Verabschiedung der nationalsozialistischen Rassengesetze in Nürnberg und 50 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg - als Antwort auf die verbrecherischen Menschenrechtsverletzungen jener Jahre ins Leben gerufen.

Anlässlich der Verleihung findet eine Podiumsdiskussion „Kolumbien zwischen Furcht und Hoffnung: Einschüchterung als Instrument der Politik“ statt sowie eine internationale Konferenz zur Meinungs- & Pressefreiheit. Daran teilnehmen werden unter anderen der UN-Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit, Frank La Rue, und die Menschenrechtsbeauftragte an der Nationalen Universität von Bogotá/Kolumbien, Prof. Dr. Flor Alba Romero. (jw)

Weitere Informationen finden Sie unter: www.menschenrechte.nuernberg.de.