El Salvador |

Kirche verlangt UN-Hilfe gegen Kriminalität

Die katholische Kirche in El Salvador hat die Vereinten Nationen zur Unterstützung gegen die Organisierte Kriminalität in dem mittelamerikanischen Staat aufgerufen. Wie Erzbischof Jose Luis Escobar Alas der Tageszeitung "La Pagina" (Sonntag) sagte, unterstützt die Kirche einen entsprechenden Vorstoß der Regierung von Staatspräsident Mauricio Funes.

"Wir haben immer gesagt, dass internationale Hilfe notwendig ist, um der Problematik der Gewalt und der Armut zu begegnen", erklärte Alas. Der Schritt der Regierung, um Unterstützung zu bitten, sei richtig, weil El Salvador ein kleines, armes Land sei, so der Oberhirte der Hauptstadtdiözese San Salvador.

Ein neues Gesetz in El Salvador hatte jüngst die Mitgliedschaft und die Unterstützung von Jugendbanden ("Maras") unter Strafe gestellt und damit eine Debatte über den Umgang mit der wachsenden Gewalt ausgelöst. Durchschnittlich 13 Morde pro Tag machen El Salvador - mit nur 20.742 Quadratkilometern und sechs Millionen Einwohnern der kleinste Staat Mittelamerikas - zu einem der gefährlichsten Länder der Welt. Für einen Großteil der Gewalt ist das organisierte Verbrechen rund um die Mara "MS-13" verantwortlich.

Quelle: kna