Kolumbien |

Kirche unternimmt neuen Anlauf für den Frieden

Initiative setzt auf Dialog mit gesellschaftlichen Gruppen.

Bogota. Mit einem "Nationalen Abkommen für den Frieden und die Versöhnung" will die katholische Kirche in Kolumbien den ins Stocken geratenen Friedensprozess wiederbeleben. Die Tageszeitung "El Tiempo" berichtet am Mittwoch, im Zentrum der Initiative solle dabei ein groß angelegter Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen der Bevölkerung stehen.

Der Generalsekretär der kirchlichen Kommission der Versöhnung, Pater Dario Echeverry, sagte der Zeitung: "Wir möchten allen zuhören, ihre Anregungen kennenlernen und dann einen nationalen Vorschlag für eine Befriedung des Landes unterbreiten." Dies solle keine Einzelinitiative der Kirche werden, sondern ein von allen Gruppen getragener Vorschlag, so Echeverry. In den Dialog sollen deshalb Gewerkschaften und Vertreter der politischen Parteien ebenso mit einbezogen werden wie Mitglieder der verschiedenen ethnischen Gruppen, Religionen und Nichtregierungsorganisationen.

Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter einem bewaffneten Konflikt zwischen Militär, paramilitärischen Gruppen und Guerillaorganisationen.

Text: KNA