Costa Rica |

Kirche sieht Interessen der Hafenarbeiter gefährdet

Im Konflikt zwischen der Gewerkschaft der Hafenarbeiter und der Geschäftsführung der Hafengesellschaft in Costa Rica ermuntert die Kirche die beiden Streitparteien zu einem Dialog. Der Bischof der betroffenen Diözese Limon, José Rafael Quirós, erklärte in der katholischen Tageszeitung „El Eco Catolico“: „Der richtige Weg zur Lösung des Konfliktes ist ein guter Wille und Transparenz.“

Der Protest der Hafenarbeiter richtet sich gegen ein neues Gesetz, das die Liberalisierung und Privatsierung des Hafens vorantreiben soll. Die Gewerkschaft befürchtet dadurch den Verlust von Arbeitsplätzen. Zudem seien durch die neuen Gesetzesvorgaben Dumping-Löhne möglich. „Es ist jetzt der Moment gekommen, um auch an die Interessen der Bevölkerung von Limon zu denken. Vielleicht ist es notwendig, dass auch andere Akteure der Gesellschaft nun in den Dialog eintreten“, forderte Bischof Quirós eine generelle Debatte über die Situation der Hafenarbeiter. (tk)