Kolumbien |

Kirche sagt Paramilitärs den Kampf an

Die katholische Kirche in Kolumbien verstärkt ihre Unterstützung für die Opfer von Paramilitärs. Bischof Julio Cesar Vidal Ortiz aus der besonders betroffenen Provinzhauptstadt Monteria sagte der Tageszeitung "El Colombiano" (Dienstag), die bewaffneten Banden erzeugten eine Instabilität und Furcht, die alles andere überlagerten. Er werde internationale Hilfsorganisationen um Unterstützung für die betroffene Bevölkerung bitten.

Der Oberhirte von Monteria warf der Regierung Untätigkeit gegenüber illegalen bewaffneten Gruppierungen vor. Deshalb müsse die Kirche die Initiative ergreifen und internationale Hilfe vermitteln. Die Bevölkerung in Nordkolumbien müsse eine Gelegenheit erhalten, Organisationen wie dem Roten Kreuz, den Vereinten Nationen oder der Organisation Amerikanischer Staaten ihre Notsituation darzulegen, so Vidal Ortiz.

Die illegalen paramilitärischen Verbände in Kolumbien sind für zahlreiche schwere Menschenrechtsverletzungen gegen die Zivilbevölkerung verantwortlich. Sie finanzieren ihren Kampf gegen linksgerichtete Guerillagruppierungen mit den Einnahmen aus dem Drogenhandel.

Quelle: kna