Argentinien |

Kirche kritisiert geplante Zivilrechtsreform

Die argentinischen Bischöfe haben sich angesichts einer geplanten Zivilrechtsreform besorgt über einen drohenden Verlust des Stellenwertes von Familie, Leben und Kinderrechten geäußert. Der Gesetzesentwurf schwäche den Schutz des ungeborenen Lebens ebenso wie die Bedeutung der Ehe, sagte der Vorsitzende der Argentinischen Bischofskonferenz, Erzbischof Jose Maria Arancedo, der Tageszeitung "La Nacion".

Im März hatte Argentiniens Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner gemeinsam mit dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofes, Ricardo Lorenzetti, den Entwurf zur Reform des argentinischen Zivilgesetzbuches (Codigo Civil) vorgestellt. Insgesamt wurden mehr als 2.700 Artikel überarbeitet. Neben einer Liberalisierung des Abtreibungsgesetzes, ist unter anderem auch eine Legalisierung der Sterbehilfe in bestimmten Fällen vorgesehen. Neben Vertretern der katholischen Kirche hatte sich zuletzt auch der Plurinationale Rat der Indigenen (CPI) kritisch zu der geplanten Reform geäußert, da sie zahlreiche Rechte der Indigenen verletze.

Quelle: KNA