Kolumbien |

Kirche fordert Aufklärung des Fuüballer-Mordes

Cordoba kritisiert die mediale Vorverurteilung der Toten.

Bogota. Die katholische Kirche in Kolumbien verlangt internationale Hilfe bei der Aufklärung des Mordes an elf Fußballern in Venezuela. Der Generalsekretär der Kolumbianischen Bischofskonferenz, Weihbischof Juan Vicente Cordoba, kritisierte am Donnerstag (Ortszeit) im TV-Sender "Caracol" die mediale Vorverurteilung der Toten: "Wenn sie unschuldig sind, müssen die Namen dieser Menschen reingewaschen werden."

Zwischen Kolumbien und Venezuela ist ein politischer Streit über die Bluttat entbrannt. In der Grenzregion Tachira waren in der vergangenen Woche die Leichen von elf Erdnussverkäufern aus Kolumbien, Peru und Venezuela gefunden worden. Die elf Männer, die eine Hobby-Fußballmannschaft bildeten, waren zunächst entführt und später erschossen worden. Die Hintergründe sind bislang ungeklärt. In ersten Medienberichten hieß es, die Opfer seien Mitglieder einer paramilitärischen Einheit gewesen und von der marxistischen Guerillagruppe ELN hingerichtet worden.

Text: kna<n360text> </n360text>