Mexiko |

Kirche erhebt Missbrauchsvorwürfe gegen Drogenmafia

Schwere Vorwürfe gegen die mexikanischen Drogenkartelle "Die Tempelritter" und "Die Familie": Der Generalvikar der Diözese Apatzingan, Javier Cortes, beschuldigte laut der Tageszeitung "Vanguardia", Donnerstag, 7. November, mehrere Kartellmitglieder im Bundesstaat Michoacan, sie hätten minderjährige Mädchen über mehrere Tage zum Sex gezwungen. Bei einer Weigerung hätten sie den Teenagern mit der Ermordung ihrer Eltern gedroht. Für die betroffenen Familien sei es nahezu unerträglich, mit dieser Situation umzugehen.

Der Bischof von Apatzingan, Miguel Patino Velasquez, hatte Mitte Oktober die Provinz Michoacan in einer Rede als einen "gefallenen Staat" bezeichnet, den die Drogenmafia als ihr Eigentum betrachte. In der vergangenen Woche nahm er an einem Friedensmarsch teil, um auf die katastrophale Lage in der Stadt hinzuweisen. Zwischenzeitlich musste er von der Polizei bewacht werden.

Quelle: KNA

Hintergrundbericht zu diesem Thema, 7. November 2013, Ein Bischof gegen die Drogenmafia