El Salvador |

Kirche bekräftigt Ablehnung des Minen-Gesetzes

Die katholische Kirche in El Salvador hat ihre ablehnende Haltung zu einem neuen Minen-Gesetz in dem mittelamerikanischen Land ausgedrückt. In einem an die Abgeordneten gerichteten Schreiben heißt es: "Als Kirche sind wir gegen den Bergbau, weil er unumkehrbare Schäden der Umwelt mit sich bringt. Das im Bergbau eingesetzte Zyanid verursacht erhebliche Schäden bei Menschen, Tieren und Pflanzen."

Die Position der Kirche ist weder politisch noch parteiisch, sondern pastoral und erfolge in Anlehnung an das Treffen der lateinamerikanischen Bischöfe in Aparecida/Brasilien 2007. "Wir rufen die Abgeordneten, die über das Gesetz zu befinden haben, dazu auf, auf die Stimme der Menschen zu hören. Gebe es eine Umfrage, die Mehrzahl der Bevölkerung würde sich gegen den Bergbau entscheiden."

Die Bischöfe El Salvadors hatten bereits in der Vergangenheit auf die Menschenrechtsverletzungen eines kanadischen Unternehmens hingewiesen. Die Bergbauaktivitäten der kanadischen Firma Pacific Rim, die in El Salvador Gold und Silber abbaut, hätten bleibende Umweltschäden zu Lasten der einheimischen Bevölkerung verursacht. Pacific Rim missachte die internationalen Normen für Umweltschutz. Das habe zu einer Wasserverseuchung in der Region geführt. Auch kämen nur drei Prozent der Profite, die Pacific Rim in El Salvador erwirtschafte, der dortigen Bevölkerung zugute. (TK)