Brasilien |

Italienischer Priester im Amazonasgebiet ermordet

Einbruchsversuch oder Zusammenhang mit Drogenhandel nicht ausgeschlossen.

Im brasilianischen Manaus ist ein italienischer Missionar ermordet worden. Offenbar wurde der 52-jährige Priester in seiner Wohnung mit einem Genickschuss regelrecht hingerichtet, teilte sein Heimatbistum Padua auf seiner Webseite mit. Den Angaben zufolge entwendete der Täter umgerechnet 19 Euro. Der Mord ereignete sich laut dem Bistum am Samstagmorgen (Ortszeit).

Ruvoletto, der seit zwei Jahren im Amazonasgebiet tätig war, leitete die Kirche im Stadtviertel Santa Etelvina, einer armen Vorstadt von Manaus. Weder ein Einbruchsversuch noch ein Zusammenhang mit dem Drogenhandel seien als Tatmotiv auszuschließen, erklärte ein Vertreter des Bundesstaates Amazonas. Der Geistliche, der seit 2003 in Brasilien tätig war, habe erst kürzlich an einer Demonstration für ein stärkeres Einschreiten gegen die wachsende Kriminalität teilgenommen. Die Polizei im nordbrasilianischen Manaus hat drei Personen festgenommen. Das berichtet die Zeitung "Folha de Sao Paulo" (Montag).

Am Sonntag wurde in Manaus ein Gedenkgottesdienst gefeiert. Der Leichnam sollte noch am Montag nach Italien überstellt werden, wo Ruvoletto beigesetzt wird.

Papst Benedikt XVI. hat den Mord verurteilt. Es handele sich um einen "feigen und grausamen Akt gegen einen friedlichen Diener des Evangeliums", heißt es in einem Telegramm des Vatikan, das der "Osservatore Romano" in seiner Mittwochsausgabe zitiert. Der Papst spricht darin dem Erzbischof der brasilianischen Stadt Manaus, Luiz Soares Vieira, seine Verbundenheit aus.

Quelle: KNA