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Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung

Am Internationalen Tag von Menschen mit Behinderung der Vereinten Nationen (UN) machen auch zahlreiche Staaten Lateinamerikas auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam. So fand im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca am Wochenende ein Sportlauf anlässlich des seit 20 Jahren begangenen Aktionstages statt. »Es ist unsere Herausforderung alle Menschen mit gleichem Zugang zu dem zu versorgen, was sie brauchen und verdienen«, so UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in einer offiziellen Erklärung. Nur so sei eine »bessere Welt für alle« möglich.

Das Aktionstags-Motto für 2012 ist »Abbau von Hindernissen zur Schaffung einer inklusiven und zugänglichen Gesellschaft für alle«. In Lateinamerika leben 66 Millionen Menschen mit einer Behinderung. Das sind 12 Prozent der Gesamtbevölkerung, so der kürzlich erschienene Sozialbericht der Wirtschaftskommission in Lateinamerika und Karibik (CEPAL).

In ihrem Papier fordert die UN-Behörde mit Sitz in Chiles Hauptstadt Santiago die Regierungen des Kontinents auf deutlich mehr für Behinderte zu tun. Mit Kuba und Ecuador lobt CEPAL zwei Staaten als besondere Beispiele für eine gelungene Behinderten-Politik. Aber auch Länder wie Argentinien, Brasilien, Bolivien und Chile verfügen über entsprechende Regierungsprogramme, so die Experten. (bb)