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Hurrikan Bud vor der Pazifikküste

Bereits wenige Tage vor dem offiziellen Beginn der Hurrikansaison am 01.Juni hat sich im Pazifik ein Hurrikan der stärke drei gebildet. „Bud“ bedroht derzeit die westmexikanischen Bundesstaaten Michoacán, Colima, Jalisco und Nayarit. Das National-Hurricane-Center geht davon aus, dass der Sturm heute Abend oder morgen früh die Küste erreichen wird. Zurzeit betragen die maximalen Windgeschwindigkeiten von „Bud“ 155 km/h. Die mexikanischen Behörden haben für die betroffenen Regionen eine Sturmwarnung herausgegeben. „Bud“ ist der erste Sturm, der so früh im Jahr eine solche Stärke erreicht.

Für den restlichen Verlauf der diesjährigen Hurrikansaison haben die Experten Dr. William M. Gray und Philip J. Klotzbach eine leicht unterdurchschnittliche Aktivität vorhergesagt. Dies hinge nach Angaben der Meteorologen mit dem im Herbst bevorstehenden Klimaphänomen El Niño zusammen. Gray und Klotzbach erwarten zwischen Anfang Juni und Ende November lediglich zwei große Hurrikans mit hohem Zerstörungspotential und vier Stürme, die die Stufe zwei auf der Saffir Simpson Skala nicht überschreiten. Für das vergangene Jahr verzeichneten die Wissenschaftler eine leicht überdurchschnittliche Aktivität.

Für Zentralamerika war im Jahr 2011 besonders der Hurrikan „Rita“ verhängnisvoll. Der Sturm war nicht aufgrund seiner hohen Windgeschwindigkeit gefährlich, sondern wegen der damit einhergehenden starken Regenfälle. Die Vereinten Nationen gaben im Anschluss an die Katastrophe an, dass 1,2 Millionen Menschen von dem Regen und seinen Folgen betroffen sei. Knapp 100 kamen bei der Katastrophe ums Leben. Besonders in Guatemala und El Salvador waren die Folgen verheerend. Nicht nur waren zehntausende Häuser zerstört, auch ein Großteil der Ernte war nicht mehr zu retten. (aj)