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Hugo Chávez ist zurück in Venezuela

Der an Krebs erkrankte venezolanische Präsident Hugo Chávez ist gestern aus Kuba in seine Heimat zurückgekehrt. Nach einer mehr als zwei Monate andauernden Behandlung kam der Präsident in der Nacht zum Montag in der Hauptstadt Caracas an und wurde ins Militärkrankenhaus Dr. Caros Arvelo gebracht. Dort soll die Krebstherapie fortgesetzt werden.

“Wir sind wieder im venezolanischen Vaterland. Danke Gott! Dank an das geliebte Volk! Wir setzen hier die Behandlung fort” twitterte der Präsident nach Angaben der Nachrichtenagentur TeleSur. Per Twitter bedankte er sich auch bei seinen Ärzten und Krankenschwestern, bei Kuba und bei Fidel und Raúl Castro. Vergangenen Freitag waren überraschend erste Fotos des Präsidenten nach seiner Krebsoperation veröffentlicht worden.

Weiterhin „komplexe und harte“ Therapie nötig

Chávez hatte sich am 11. Dezember des vergangenen Jahres seiner in Kuba seiner vierten Krebsoperation unterzogen. Der im Oktober wiedergewählte Präsident hatte wegen seiner Erkrankung nicht wie vorgesehen am vergangenen 10. Januar den Eid für seine neue Amtszeit ablegen können, weshalb Oppositionskreise die Amtsfähigkeit des Präsidenten allgemeinen in Frage stellten.

Glückwünsche zur Heimkehr verbunden mit der Hoffnung auf baldige Genesung trafen unter anderem aus Brasilien, Kolumbien, Bolivien und Argentinien ein. Die Ankunft von Chávez werde „das Land stärken“, sagte Boliviens Präsident Evo Morales. Als „grundlegend“ für das weitere Zusammenrücken und die Stärkung Lateinamerikas bezeichnete der argentinische Außenminister Héctor Timerman die Rückkehr des Präsidenten in seine Heimat.

Vizepräsident Maduro rief die Bevölkerung auf, die Ruhe zu bewahren und den Präsidenten weiterhin zu unterstützen. Chávez müsse weiterhin eine "äußerst komplexe und harte" Therapie durchstehen, hatte Maduro noch am Mittwoch erklärt. (bh)