Kolumbien |

Hardliner Uribe attackiert Santos

Kolumbiens langjähriger Ex-Staatschef Álvaro Uribe (2002 –2010) hat seine Rückkehr auf die politische Bühne bekannt gegeben. Mit der Bildung einer »Koalition der Übereinstimmung« solle ein politisches Bündnis in Opposition zum amtierenden Präsidenten Juan Manuel Santos geschmiedet werden, so Uribe am Donnerstag am Rande einer Konferenz »Front gegen den Terrorismus«.

»Wir sind bereit ein Bündnis einzugehen«, erklärte Uribe seinen Willen für die »Suche eines großen Kandidaten«. Die Politik des konservativen Santos griff der Rechtspolitiker mit dessen »mangelnder Glaubwürdigkeit« in so gut wie allen Politikfeldern an. Er selbst stünde für eine Linie, die Forderungen der Menschen »in jedem Dorf und kleinen Stadt« vertrete, lautet seine Bewerbung.

Schon seit Monaten attackiert Uribe seinen Nachfolger im höchsten Amt des Staates vor allem wegen dessen friedenspolitischen Kurses der Annäherung an den Nachbarn Venezuela sowie Verhandlungen mit der FARC-Guerilla zur Lösung des seit Jahrzehnten laufenden Bürgerkrieges. Die Gespräche mit dem »bewaffneten Syndikalismus«, so Uribes Urteil, seien ein »offenes Geheimnis« und stellten eine »Schwächung der Sicherheit« dar.

Präsident Santos erwiderte die Kritik des Hardliners mit der Forderung »keine Politik mit dem Terrorismus« zu machen«. Dieser sei keine Frage der Wahltaktik, stattdessen gelte es die »Kräfte der öffentlichen Ordnung« zu unterstützen, so Santos in nationalen Medien. (bb)