Kolumbien |

Guerilla steigt ins Fleischgeschäft ein

Die linksgerichtete Guerilla-Organisation FARC ist nach kolumbianischen Medienberichten offenbar in den Fleischhandel eingestiegen. Wie die Tageszeitung "La Tarde" gestern berichtete, klagen mittlerweile zahlreiche Metzgereien in der zentralkolumbianischen Metropole Armenia über unerklärliche Dumping-Preise einiger neuer Konkurrenten. Der Präsident eines Viehzuchtverbandes beschuldigte die FARC, mit Erlösen aus dem Drogenhandel Viehherden aufzukaufen und so ihre Gewinne zu waschen.

Die Dumping-Angebote des "Guerilla-Fleisches" finden bei den Kunden in Armenia unterdessen reißenden Absatz, weil sie etwa 40 Prozent unter dem normalen Preisniveau liegen. Leidtragende sind die traditionellen kleinen Metzgereien: "Ich habe 90 Prozent meiner Kundschaft verloren", klagte ein Metzgermeister in der Tageszeitung "El Tiempo".

Quelle: KNA