Honduras |

Gewalt gegen Jugendliche eskaliert

Laut eines Berichtes der Menschenrechtsorganisation Casa Alianza nimmt die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in Honduras zu. Insgesamt seien von 1998 bis 2012 rund 8000 junge Menschen unter 23 Jahren Opfer von Gewaltverbrechen geworden, nennt die Nachrichtenagentur EFE am 31. Januar Zahlen aus dem aktuellen Monatsbericht von Casa Alianza.

Seit dem Putsch gegen Ex-Präsidenten Manuel Zelaya und der Wahl des amtierenden Präsidenten Profirio Lobo habe sich die Sicherheitslage verschlechtert, so die Studie. Allein in den letzten zwei Jahren sei mit 2782 Opfern ein Drittel aller Mordfälle gegen Kinder und Jugendliche verzeichnet worden, erklärt die 1998 gegründete Nichtregierungsorganisation.

»Die monatliche Zahl gewalttätiger Tötungen und/oder außergerichtlicher Exekutionen von Jungen, Mädchen und Jugendlichen in Honduras verzeichnet einen progressiven Anstieg«, zitiert die venezolanische Nachrichtenagentur TeleSur aus dem Papier.

Allein 2012 seien 911 Kinder und Jugendliche ermordet worden, von 80 im Dezember gezählten Opfern waren ein Drittel unter 17 Jahre, so der von Medien in dem mittelamerikanischen Land viel beachtete Bericht. 87 Prozent aller Opfer wurden dabei durch Schusswaffen getötet. Honduras ist eines der Länder mit der weltweit höchsten Mordrate. Laut Statistiken der Vereinten Nationen kamen 2011 auf 100.000 Einwohner 92 Morde. (bb)