Kuba, Bolivien |

Gesundheitsprogramm "Operation Milagro" geht weiter

Bolivien hat sich bei Kuba für geleistete Entwicklungszusammenarbeit der letzten Jahre bedankt. Seit der Aufnahme der ärmsten Nation Südamerikas in das von Kuba und Venezuela im Rahmen des Regionalbündnisses »Bolivarianische Allianz für die Völker unseres Amerika« (ALBA) finanzierte Gesundheitsprogramm »Operation Milagro« (dt. Operation Wunder) im Jahr 2006 sind im ganzen Andenland mehr als 600.000 Patienten kostenlos am Auge operiert worden, berichten lokale Medien diese Woche.

Bis Anfang 2013 seien in Bolivien unentgeltlich insgesamt 58 Millionen ärztliche Untersuchungen durchgeführt worden, erklärte Midalis Castilla, Koordinatorin der entsendeten kubanischen Mediziner. Darunter seien 33.000 Geburten und 134.000 anderweitige chirurgische Eingriffe vorgenommen worden. Am 11. Januar hatte Boliviens Präsident Evo Morales im zentralbolivianischen Departamento Cochabamba ein von Kuba gespendetes Krankenhaus für Augenheilkunde eröffnet. Acht weitere sollen folgen, so Angaben von Valery José Cuéllar, Vorsitzender der kubanischen »Milagro«-Ärzte in Bolivien.

In vielen Ländern der Dritten Welt sind kubanische Ärzte für ihre gute Ausbildung bekannt. Insgesamt arbeiten rund 42.000 kubanische Entwicklungshelfer in 110 Ländern. 75 Prozent davon sind medizinisches Personal. Viele Menschen leiden auch in Bolivien an Augenkrankheiten wie dem Grauem Star. Die Trübung der Augenlinse führt ohne Behandlung zur Erblindung. In der Europäischen Union wurden 2004 über zwei Millionen Patienten wegen Grauem Star operiert. Bis 2014 will »Operation Milagro« in 33 Ländern Lateinamerikas, Afrikas und Asiens mit schwachem öffentlichen Gesundheitssystem sechs Millionen Menschen das Augenlicht erhalten haben. (bb)

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