El Salvador |

Für die Schlieüung der "€žEscuela de las Am?©ricas"€?

Seit dem 16. November demonstrieren Tausende von Salvadorianern für die Schließung der berüchtigten „Escuela de las Américas“ im US-Staat Georgia. Menschenrechtsaktivisten bezeichnen diese auch als „Schule der Mörder“. Joseph Kennedy, Abgeordneter des US-Kongresses, sagte einmal: „Die „Escuela de las Américas“ des US-Militärs ist eine Schule, die mehr Diktatoren als jede andere Ausbildungsstätte in der Geschichte der Menschheit hervorgebracht hat.“

Unterschriftenaktion

In El Salvador sammelt der Internationale Christliche Dienst für Solidarität mit den Völkern Lateinamerikas (SICSAL) Unterschriften für eine weltweite Kampagne zur Schließung der „Escuela de las Américas“. Interessierte Unterstützer können die Petition hier unterschreiben:

http://www.sicsal.net/denuncias/SOAW/index.php.

Unterschriften werden noch bis zum 21. November gesammelt. Dann werden sie den Präsidenten von El Salvador, Chile und Kolumbien übersandt. Eine Kopie erhalten die Botschaften der USA in Chile, Kolumbien und Spanien. In der Botschaft an die Staatschefs werden diese gebeten, dass ihre Länder keine Soldaten mehr zur Ausbildung in die umstrittene Schule schicken.

Blutiger Jahrestag

Die salvadorianischen Aktivisten haben einen besonderen Jahrestag gewählt: Vor 21 Jahren, am 16. November 1989, kam es in Salvador zu einer der schlimmsten Militäroffensiven im Land. Militärs ermordeten die Jesuiten-Pater Ignacio Ellacuría, Ignacio Martín-Baróm, Armando López, Juan Ramón Moreno und Joaquín López. Auch eine Frau, Elba Ramos, und ihre 15-jährige Tochter Celina fielen dem Angriff zum Opfer.

SICSAL ruft zur Erinnerung an die vielen Toten auf, welche die „Escuela de las Américas“ in Lateinamerika auf dem Gewissen hat. Nie wieder dürfe es Folter, Mord und Verschwundene geben, für welche das Militär der eigenen Länder verantwortlich sei. Skandalöserweise gebe es auf dem amerikanischen Kontinent noch immer Länder, die Soldaten in die „Escuela de las Américas“ schickten. Genannt werden Kolumbien, Nicaragua, El Salvador, Panama, Mexiko, Costa Rica, die Dominikanische Republik, Peru, Honduras, Haiti, Ecuador, Guatemala und Chile.

Der Name „Escuela de las Américas“ wird seit 2001 nicht mehr offiziell verwendet, der Name lautet inzwischen „Western Hemisphere Institute for Security Cooperation”. 1946 gegründet, hatte die „Escuela de las Américas“ zunächst in Panama ihren Sitz.

Autorin: Tatiana Félix, in: Adital, deutsche Bearbeitung: Bernd Stößel